Finite Elemente
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Testberichte Ceraball
HiFi+ Ausgabe 52:

finite elemente Ceraball universal


Die CeraBalls von finite elemente gehören zu den Stellfüßen, die ich am liebsten unter Gerätekomponenten einsetze. Diese kleinen "Aluminiumhütchen" liefern, bei vernünftigem Preis und auf soliden technischen Grundlagen basierend, eine effektive Ableitung für die in Komponenten enthaltene Schwingungsenergie.


Von Roy Gregory

Zum ersten Mal habe ich sie seinerzeit in Ausgabe 21 besprochen und seitdem sind sie mehr oder weniger immer im Einsatz, obwohl sie in der Zwischenzeit Gesellschaft von den teureren und noch effektiveren CeraPucs and CeraBases bekommen haben. Ihre Fähigkeit, Gerätschaften aus dem Niedrigpreissegment (vom Preis her ja ihre natürlichen Spielpartner) eine gesteigerte Performance und eine differenziertere Dynamik zu entlocken, hat sich als unbezahlbar erwiesen. Jetzt haben sie eine Verbesserung erfahren, wobei der neue CeraBall Universal einige wichtige Verfeinerungen gegenüber dem ursprünglichen Design mitbringt.

Das Innenleben besteht noch immer aus einer keramischen Kugel, wobei ein Gummiring die Dämpfungsfunktion zwischen Ober- und Unterteil übernimmt. Der gesamte Aufbau ist nun üppiger gestaltet, mit einem dickeren Fußteil und einem konturierten Oberteil. Dies führt zu einer größeren Masse, einer vergrößerten Kontaktfläche und einer homogeneren Resonanzdämpfung. Das Ergebnis sieht zudem auch besser aus, fühlt sich viel schwerer an and hat jetzt mehr Einsatzmöglichkeiten. Wieso? Die vergrößerte Kontaktfläche verstärkt die Stabilität und hierdurch können die Ceraballs nun auch unter schwereren Lasten eingesetzt werden. Das Fußteil ist jetzt mit einem Gewinde versehen, so dass sie unter Lautsprechern ihren Dienst aufnehmen können, eine Anwendung, die mir bei der ursprünglichen Version beim besten Willen nie in den Kopf gekommen wäre. Es liegen sogar schön gearbeitete Gewindebolzen aus Edelstahl in Größe M8 bei, in punkto Kompatibilität sinnvoll ergänzt durch eine Stufenversion von M8 auf M6. Angesichts der wirklich großen Zahl an preisgünstigen Standlautsprechern auf dem Markt und deren allseits bekannten gehäusebasierten Verfärbungsproblemen, ist das hier eine wirklich willkommene Weiterentwicklung - insbesondere da ich die viel teureren CeraPucs in dieser Rolle bereits erfolgreich einsetze.

Mit einem 4er-Satz der neuen CeraBall Universal zu Testzwecken ausgestattet steuerte ich gezielt den CD-Spieler an. Und, siehe da, sogar unter einem High-End-Gerät wie dem Audio Research CD7 taten diese kleinen Füße ihre Wirkung, indem sie die Klangbühne aufmachten, Fokussierung und Präsenz der Bilder verstärkten, und die Dynamik mit mehr Lebendigkeit füllten. Und dies gänzlich ohne Ausdünnung, ein Manko, worunter gelegentlich die Vorgängerversion zu leiden hatte. Weitere Versuche unter Niedrigpreiskomponenten, wie dem Herron Phonoverstärker und einem Arcam FMJ Universalplayer, ergaben durchweg die gleichen positiven Verbesserungen in Klang- (und Bild-)qualität. Für mich eine Verbesserung auf ganzer Linie, und das bei einem ohnehin schon beeindruckenden Produkt.

Ohne Einschränkung empfohlen.